Die Gemälde zeigen führende Offiziere der kaiserlich-österreichischen Armee im Feldzug 1809 rund um Wagram: Erzherzog Carl (Ölportrait nach Einsle, 1846), Josef Graf Radetzky von Radetz, Ignaz Graf von Hardegg, Johann Josef Fürst von Liechtenstein, Enrico Conte di Bellegarde sowie Alois Fürst von Liechtenstein. Die Bilder erinnern an Kämpfe im Raum Wagram–Baumersdorf; Radetzky wurde am Heldenberg beigesetzt.
Porträts bedeutender Offiziere der kaiserlich-österreichischen Armee 1809: Feldzeugmeister Freiherr von Wimpffen, Feldzeugmeister Freiherr von Hiller (6. Armeekorps), Feldmarschallleutnant Christian Graf Kinsky von Wchinitz und Tettau, Feldmarschallleutnant Johann Graf Klenau sowie General Franz Fürst Rosenberg-Orsini (Präsident des Hofkriegsrates). Ergänzt durch Erzherzog Johann, der bei Wagram den linken Flügel decken sollte, aber zu spät eintraf. Eine Lithographie von Josef Kriehuber.
Bronzestatuette Napoleons auf Marmorsockel. Dazu zwei vergoldete französische Adler, eine Schreibtischuhr auf Marmorsockel in Form einer Regimentstrommel (mit Adler) sowie ein gusseisernes Schreibzeug in Sarkophagform – an Napoleons Grabmal im Invalidendom in Paris angelehnt. Eine Kassette mit Nadelmalerei zeigt Napoleon im Boot. Zwei österreichische Kriegskassen (Ende 18. Jh.) dienten der Soldauszahlung im Feld, meist im Fünf-Tage-Rhythmus.
Diese Drucke zeigen, wie 1809/10 um Ordnung, Disziplin und Loyalität gerungen wurde. Ein Generalpardon versprach Deserteuren Straffreiheit bei Rückkehr zur Truppe und sollte das Ehrgefühl stärken. Kundmachungen regelten das öffentliche Leben in unsicheren Zeiten. Ein Aufruf Erzherzog Carls wandte sich gegen Napoleon und richtete sich besonders an Bayern im Rheinbund; verfasst von Dichter und Shakespeare-Übersetzer Friedrich Schlegel.
Französische Waffen und Ausrüstung aus der napoleonischen Zeit: Sappeur-Axt, Säbel und Degen (u. a. „sabre briquet“), dazu Infanteriegewehr mit Bajonett Modell 1777 und Kavalleriepistole (ca. 1777–1805). Ergänzt durch Kürassier-Beschläge und Verschlüsse, Patronentaschen, Tschako- und Helmembleme, Koppelschlösser sowie Feldfunde (1800–1810). Zu sehen sind außerdem ein französisches Bajonett, eine nachgebildete Papierpatrone und Pistolenkugeln.
Diese Vitrine zeigt österreichische Waffen und Ausrüstungsteile um 1800: Säbel, Pallasche und Degen, Infanteriegewehre (Muster 1797 und 1807) sowie eine Kavalleriepistole (Muster 1798). Ergänzt wird die Auswahl durch eine Pionieraxt, Grenadier-Säbel und Scheiden (Muster 1809), einen Kürass, Abzeichen (z. B. Jägerhorn, Doppeladler) sowie Feldschreibzeug und Feldfunde (Petschaft, Siegelring, Flintsteine, Bleikugeln). Hervorzuheben ist der Säbel eines bei Schlacht bei Wagram gefallenen Offiziers (Leihgabe Stadtmuseum Gmunden).
Grafiken und Dokumente zur Schlacht bei Aspern–Essling (21.–22. Mai 1809): Ein Schlachtplan verortet die Kämpfe, Stiche zeigen Gefechtsszenen (u. a. „Bataille d’Essling“, 1809; Kopie) sowie die Kirche von Aspern. Originaldrucke machen die Folgen sichtbar – Circularien zu Lebensmittellieferungen und zur Suche nach Deserteuren, ein Extrablatt mit Verlustangaben sowie ein Befehl Marschall Oudinots (Korneuburg, 26. Oktober 1809). Ein Stich zur Huldigung an Erzherzog Carl ergänzt die österreichische Sicht.
Medaillen zu den Schlachten bei Aspern und Wagram, darunter Gedenkmedaillen und ein Maria-Theresien-Taler. Dazu fünf Porzellanteller mit Schlachtendarstellungen zu Castiglione (1796), dem Tagliamento (1797), Kairo und Abukir (1798) sowie Austerlitz (1805). Ergänzt durch den Lauf einer preußischen Steinschlosspistole (um 1800–1810), den Löwen von Aspern als Briefbeschwerer, einen Briefbeschwerer aus Feldfundstücken sowie das Emblem eines bayerischen Chevauleger-Helms.
Zinnfiguren-Diorama (Maßstab 1:72): Am Abend des 20. Mai 1809 setzt die französische Armee von der Lobau über die Mühlau zur Schlacht bei Aspern–Essling (21.–22. Mai) über. Gezeigt ist die Pontonbrücke über den rund 120 m breiten Stadler-Arm bei Hochwasser, errichtet mit erbeuteten österreichischen Pontons. Zu sehen sind Husaren, Infanterie im Marsch, Stabsoffiziere, Gendarmen, Adjutanten, ein Verbandsplatz sowie Verwundete und Gefangene.
Karten und Legenden aus dem Truppendienst des österreichischen Bundesheeres veranschaulichen Napoleons Feldzüge sowie den Verlauf der Schlacht bei Wagram (4.–6. Juli 1809) mit Stellungen, Phasen und Zeitangaben auf mehreren Lageplänen. Ergänzt wird der Bereich durch originale Schriftstücke – darunter ein eigenhändig unterschriebener Befehl von Erzherzog Carl, Einquartierungszettel und Landwehrkarten – sowie Darstellungen der Schlacht und französische Karikaturen.
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