Hinter der Schlagkraft des kaiserlichen Heeres stand ein weit verzweigtes Fuhrwesen, das Munition, Versorgungsgüter und Verwundete beförderte. In dieser Vitrine sind verschiedene Wagen und Hilfsmittel des Heeres zu sehen: ein vier-spänniger Munitionswagen als Standardfahrzeug der Artilleriereserve, ein zwei-spänniger Munitionswagen, ein kleiner Transportwagen für Nachschubgüter sowie eine Feldschmiede zur Versorgung und Reparatur im Feld. Ergänzt wird die Präsentation durch einen Leiterwagen für den Verwundetentransport, der den vielseitigen Einsatz solcher Fahrzeuge im Kriegsalltag veranschaulicht.
In dieser Vitrine werden unterschiedliche Bereiche der kaiserlichen Artillerie anschaulich vorgestellt. Zu sehen sind eine 6-Pfünder-Feldkanone, das häufigste österreichische Feldgeschütz der Schlacht bei Wagram, ein mobiler Artilleriekran sowie eine 18-Pfund-Verteidigungskanone in Transportstellung. Ergänzt wird die Präsentation durch das Modell einer Brigade-Batterie im Gefecht und durch originale Kleinfunde wie einen Kanonenzünder („Brandel“) und einen Uniformknopf des Artillerieregiments Nr. 3. Die Modelle schuf Mag. Pawel Zatonski nach Originalplänen im Maßstab 1:16.
Dioramen der österreichischen Armee, überwiegend im Maßstab 1:72 (teils 28 mm), geschaffen von Manfred Fuchs. Im Mittelpunkt steht das Jahr 1809, als Veränderungen in der Uniformierung für besonders große Vielfalt sorgten – mit Truppen aus vielen Teilen der Habsburgermonarchie. Die Figuren sind nach Fachliteratur bemalt und in Kompanien, Bataillonen und Schwadronen aufgestellt; die Infanterie auf großen Platten, die Kavallerie in länglichen Segmenten.
Diese Nachbildung erinnert an die Kaiserkrönung Napoleons 1804 in Paris. In der berühmten Zeremonie krönte Napoleon sich selbst – ein bewusstes Zeichen von Macht und politischer Inszenierung. Der Mantel mit rotem Samt, Hermelinbesatz und goldener Stickerei steht für Würde, Glanz und Anspruch. Bilder und Druckgrafiken verbreiteten dieses Erscheinungsbild in ganz Europa und machten den Kaiser im Krönungsgewand zur Ikone seiner Epoche.
Dieser Bereich vereint zentrale Zeugnisse aus Napoleons Herrschaft: die Originalunterschrift des späteren Generalstabschefs Louis-Alexandre Berthier, eine Proklamation an die Soldaten vom 6. Juli 1809 (mit Verweis auf das Hochwasser der Donau und strengen Anordnungen für das Gefecht) sowie Darstellungen des gekrönten Kaisers. Ergänzend zeigen Banknotenfälschungen (1800), ein patriotisches Flugblatt (1809), die Krönungsszene und die Abreise in die Verbannung nach Elba.
Professor Gerlinde Bartelt-Stelzer schuf diese lebensnahe Rekonstruktion Napoleon Bonapartes mit originalgetreu nachgebildeter Bekleidung. Die sitzende Pose und der graue Überrock über der weißen Uniform folgen dem Gemälde „Napoleon in Fontainebleau“ und verweisen auf die Abdankung 1814. Der Zweispitz mit Kokarde liegt daneben und ergänzt die Szene nach dem Vorbild des Gemäldes. Figur und Bekleidung sind Leihgaben; den Zweispitz schenkte Horst Olek dem Museum 2024.
Dieser Tisch mit eingelegten Holzarbeiten entstand um 1760 und blieb über Generationen im Haus Lambauer (später Lichtblau), Erzherzog-Carl-Straße 9, in Deutsch-Wagram erhalten. Der Familienüberlieferung nach soll Napoleon am 16. Juli 1809 hier gesessen und gespeist haben. Eine protokollierte Aussage der früheren Besitzerin Elisabeth Lambauer sowie der Schenkungsvertrag von 2008 halten diese Erinnerung fest. Ergänzt wird die Präsentation durch einen Stuhl von 1792, nachgebildet von Johann Küschall.
Diese Wandgruppe zeigt, wie Napoleon in populären Darstellungen erinnert wurde: eine Bilderuhr aus der Biedermeierzeit mit Szene aus der französischen Besatzungszeit 1809, ein Blatt zum jubelnden Empfang in Frankreich nach der Flucht von Elba (7. März 1815), sowie Bildkompositionen zu Familie, Schlachten und der Zeit auf St. Helena. Eine dynamische Szene zeigt ihn hoch zu Ross an seinen Grenadieren vorbei – zwischen Propaganda, Mythos.
Ein großformatiges Blatt zeigt Marie-Louises „Ankunft in Paris“. Dazu kommt ein modernes Porträt Napoleons als Fliesenmosaik – ein Geschenk des Strasshofer Künstlers Christian Albrecht, gezeigt in der Wanderausstellung „Napoleon im Marchfeld 1809–2009“. Fünf Zeichnungen im gleichen Stil zeigen französische Soldaten in der Schlacht von Wagram; sie stammen von Albert Adam, Attaché im Korps von Eugene de Beauharnais.
Gemälde von Prof. Storch. Napoleon besuchte, wenn möglich, Schlachtfelder nach den Gefechten, um Lage und Entscheidungen vor Ort zu prüfen. Auch bei Wagram ritt er über das Gelände, das noch von den Folgen der Kämpfe gezeichnet war; zeitgenössische Berichte nennen rund 12.000 Tote. Da viele Bewohner geflohen waren, wurden Arbeiter aus Wien herangezogen, um die Toten und Pferdekadaver zu beseitigen; Chroniken aus Aderklaa schildern die Härte dieser Tage.
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