Zu sehen sind ein kompletter Kürass mit Brust- und Rückenplatte samt Beriemung (um 1809) sowie ein Dragonerhelm (Regiment Nr. 2; 1792–1805). Kürassier- und Dragonerhelme waren baugleich; die Kürassiere trugen Bärenfell, die Dragoner Leopardenfell. Ergänzt durch zwei Pallasche (Modell 1790 und 1803) sowie mehrere Feldfunde von den Schlachtfeldern von Aspern und Wagram (Kanonenkugeln, Bajonette, Zünder).
Auszeichnungen und persönliche Stücke aus dem Umfeld Maximilian Freiherr von Wimpffens. Im Mittelpunkt stehen Insignien des Militär-Maria-Theresien-Ordens, gestiftet 1757 als höchste Tapferkeitsauszeichnung für Offiziere – unabhängig von Stand und Religion. Damit verbunden waren Ansehen, Pension und erblicher Freiherrenstand. Der Offiziersdegen erinnert an Aspern: Erzherzog Carl übergab ihn nach der Schlacht; die französischen Gravuren mahnen zu Maß und Ehre. Miniaturschlachtbilder und Blankwaffen ergänzen den Blick auf Rang und Erinnerungskultur.
Porträt und Schriftstücke zu Maximilian Freiherr von Wimpffen: 1809 Chef des Generalstabes und Stellvertreter Erzherzog Carls bei Wagram. Am 6. Juli führte er die Schlacht stundenweise, als der Generalissimus ausfiel. Für Aspern erhielt er das Kommandeurkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens. Reisepass, Waffenstillstand von Znaim (Znojmo), Stabsbefehl sowie Entlassungs- und Friedensdokumente (1805–1812) zeigen Krieg als Verwaltung auf Papier.
Der Uniformrock ist als Torso präsentiert: dunkler Rock mit hellen Vorderteilen, roter Taille/Schärpe und auffälligen Epauletten; am Koppel hängt ein Säbel mit Scheide. Als Kopfbedeckung ist ein hoher Tschako mit Federstutz, Kokarde und Abzeichen zu sehen. Die genaue Zuordnung ist nicht gesichert; anhand einzelner Details (u. a. der Knöpfe) wird auch eine Einordnung in Richtung (junge) Garde diskutiert. Die Uniform wurde aus Aspern übernommen.
Uniformen des Infanterieregiments „Deutschmeister“ Nr. 4: ein Hauptmann mit Tschako (Muster 1806) – bei Wagram war im Regiment meist noch der Lederhelm üblich. Ein Mannschaftssoldat mit Mantel zeigt eine Alternative zum engen Rock. Dazu ein Jäger des Böhmischen Jäger-Bataillons Nr. 1 mit Muskete (1809); nur ein Teil war mit Jägerstutzen ausgerüstet. Teile gerieten am 5. Juli 1809 bei Schloss Sachsengang in Gefangenschaft.
Zu sehen sind Ausrüstungsstücke aus den Feldzügen um 1809: eine Figurine eines österreichischen Kürassiers (um 1809) von Helmut Krauhs, ein Pulverhorn der „Ritterlich Grünen Scharfschützen“ der Wiener Bürgergarde (Muster um 1806, Wien) sowie eine Kartuschentasche für Jägertruppen (um 1809). Ergänzt wird die Vitrine durch zwei französische Kavalleriepistolen aus kaiserlichen Manufakturen – Maubeuge (AN XIII/1804) und Charleville-Mézières (AN IX/1800–1801).
Das zeitgenössische Ölporträt zeigt Ferdinand I., Kurfürst von Salzburg und Großherzog der Toskana, einen Bruder Kaiser Franz’ I./II. Die präsentierten Originale verweisen auf die Folgen des Jahres 1809: den zweisprachigen Tagesbefehl zur Unterzeichnung des Wiener Friedens vom 14. Oktober 1809 sowie Erzherzog Carls Ansuchen um Enthebung vom Oberbefehl, genehmigt vom Kaiser am 29. Juli 1809. Die Objekte verbinden fürstliche Selbstdarstellung mit Dokumenten aus Krieg und Friedensschluss.
Dieses Diorama zeigt einen Ausschnitt des Schlachtfelds bei Deutsch-Wagram, am Ortsende Richtung Baumersdorf (heute Parbasdorf). Als Miniaturlandschaft sind Geländeformen, Wege und Vegetation nachgebildet; rund hundert Figuren veranschaulichen Truppenbewegungen und Gefechtssituationen. Figuren: Prof. Ludwig Reiter. Aufbau/Gelände: Werner Wach. Die Nachstellung entstand 1994 und hilft, Ausmaß und Dynamik der Kämpfe vom 5.–6. Juli 1809 anschaulich zu erfassen.
Der kolorierte Stich zeigt Erzherzog Carl als hervorgehobene Figur des Geschehens. Die Darstellung erinnert an die Schlacht bei Aspern am 21. und 22. Mai 1809, in der die österreichische Armee Napoleons Truppen erstmals in einer Feldschlacht aufhielt. Auf österreichischer Seite standen 84.500 Mann Infanterie, 14.360 Reiter und 292 Geschütze im Einsatz. Das Blatt ist nicht nur ein Bild der Schlacht, sondern auch ein patriotisches Erinnerungsstück, das Erzherzog Carl als Symbol österreichischen Widerstands hervorhebt.
Im Mittelpunkt steht eine Porzellanbüste von Erzherzog Carl, dem österreichischen Oberbefehlshaber in den Feldzügen gegen Napoleon. Rundherum versammeln sich Darstellungen und Andenken: ein Miniaturporträt, eine Figur in Uniform sowie Medaillen und Plaketten. Ergänzt wird die Auswahl durch Objekte des Alltags mit Bildnis – darunter ein Bierkrug – und zeigt, wie Erzherzog Carl im 19. Jahrhundert erinnert und verehrt wurde.
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