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Wagram 1809 – Karten, Befehle und Bilder

Karten und Legenden aus dem Truppendienst des österreichischen Bundesheeres veranschaulichen Napoleons Feldzüge sowie den Verlauf der Schlacht bei Wagram (4.–6. Juli 1809) mit Stellungen, Phasen und Zeitangaben auf mehreren Lageplänen. Ergänzt wird der Bereich durch originale Schriftstücke – darunter ein eigenhändig unterschriebener Befehl von Erzherzog Carl, Einquartierungszettel und Landwehrkarten – sowie Darstellungen der Schlacht und französische Karikaturen.

Foto: © Christian Matula

Exponate in diesem Bereich:

Die Exponate sind nummeriert. Erläuterungen zu den jeweiligen Nummern finden Sie direkt nachstehend.

5.
Chronologische Tabelle mit den wichtigsten Momenten aus dem Leben Napoleons – Kaiser der Franzosen.
6.
Plan: Die Feldzüge Napoleons in Europa und Nordafrika (aus: Truppendienst des österreichischen Bundesheeres)
7.
Plan: Auf den Spuren Napoleons in Österreich. (aus: Truppendienst des österreichischen Bundesheeres)
8.
Legende. Der Auftakt. Die Schlacht bei Wagram, 5. und 6. Juli 1809. Nach dem Übergang der französischen Armee von der Lobau in der Nacht vom 4. auf den 5. Juli stießen die Franzosen gegen den „Wagram“ vor, auf dem mehr als die Hälfte der österreichischen Armee lagerte. In einzelnen Gefechten konnten alle Anstürme der Franzosen abgeschlagen werden.
9.
Lageplan zur Schlacht bei Wagram am 5. und 6. Juli 1809.
10.
Lageplan zur Schlacht bei Wagram, 5. Juli 1809. Die Pläne 9 und 10 stammen, zusammen mit originalen Rahmen aus der Tkalcsevich-Kapelle und waren wohl schon 1859 dort ausgestellt.
11.
Lageplan zur Schlacht bei Wagram, 6. Juli 1809.
12.
Lageplan zur Schlacht bei Wagram, erstellt am 14.01.1858
13.
Lageplan zur Schlacht bei Wagram, erstellt am 14.01.1858
14.
Legende: Die Entscheidung. Die Schlacht bei Wagram, 6. Juli 1809. Am 6. Juli verlagerten sich die Kämpfe in den Raum um Aderklaa, durch die Überflügelung bei Markgrafneusiedl, zusammen mit der großen numerischen Überlegenheit der Franzosen (170.000 zu 127.000 Österreichern), musste Carl mittags den Rückzug antreten. Die Verluste waren auf beiden Seiten mit knapp je 40.000 Mann ähnlich hoch. Je rund 7.000 Mann waren gefallen, die überwiegende Anzahl der Verluste zählten jedoch die Verwundeten: 25.000 Franzosen und 18.000 Österreicher. Die jeweiligen Gefangenen waren mit 7.000 Mann auch ausgeglichen. Zusätzlich hatten die Österreicher noch 12.000 Vermisste zu beklagen, die noch zu den Toten, Verwundeten bzw. Gefangenen hinzuzurechnen sind.
15.

Schlacht bei Wagram, Darstellung in 4 Blättern:

  • Plan: Die Truppenstellungen am 6. Juli 1809
  • Plan: Situation am 6. Juli von 4 bis 6 Uhr morgens
  • Plan: Situation am 6. Juli von 9 Uhr bis Mittag
  • Plan: Situation am 6. Juli von Mittag bis Abend
16.
Bild: Bataille de Wagram
17.
Eigenhändig unterschriebener Befehl von Erzherzog Carl an FML Kolowrat aus dem Lager bei Znaim am 11. Juli 1809.
18.
Billet de logement – Französischer Einquartierungszettel vom 23. August 1809. Ausgestellt vom Stadtrichter von Mariahilf, auf Anordnung der französischen Militärbehörden, erhält ein Detachement der 11. Chasseurs à cheval (Brigade Pajol, Division Montbrun, 3. Korps Davout) ein Quartier. In diesem Fall wurden Proviant und Futter von den Franzosen bestellt, da dieser Hausbesitzer wohl selbst keine Nahrungsmittel mehr hatte oder auftreiben konnte. Im Idealfall wurden die Hausbesitzer für die Einquartierung der Franzosen nach dem Krieg entschädigt.
19.
Stellungsbefehl, Landwehrkarte in Österreich unter der Enns vom 1. Oktober 1808. Nach dem Vorbild Spaniens wurde die Volksbewaffnung beschlossen. Die zur Landwehr bestimmten Männer erhielten sogenannte „Landwehrkarten“, die sie als Landwehrmänner auswiesen und die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Einheit angaben.
20.
Bild: Schlacht bei Deutsch-Wagram, Oberleutnant Carl Pecchio von Weitenfeld rettet am 5. Juli Erzherzog Carl aus der Lebensgefahr.
21.
Französische Karikaturzeichnungen. Solche waren vor allem ab 1809 und besonders ab 1813 bei seinen Gegnern sehr beliebt.