Ausgewählte Uniform- und Bewaffnungsdarstellungen aus der Zeit um 1809, nach Vorlagen von Rudolf Karl von Ottenfeld. Zu sehen sind Einheiten der Garde impériale (u. a. Artillerie à cheval, Chasseurs zu Fuß und zu Pferd, Mameluck), außerdem Jäger zu Fuß, Grenadiere und französische Kürassiere. Mehrere Blätter widmen sich besonders den Kürassieren und zeigen Uniformierung, Helm, Kürass und Bewaffnung im Detail.
Gemälde von Clara von Wimpffen – Schenkung der Familie von Wimpffen an das Napoleonmuseum Deutsch-Wagram. Dargestellt ist das Treffen der beiden Generalstabschefs Louis-Alexandre Berthier und Freiherr von Wimpffen bei Znaim am 11. Juli 1809, wenige Tage nach der Schlacht bei Wagram. Das Bild verbindet französische und österreichische Perspektiven und erinnert an den Übergang vom Schlachtfeld zur Verhandlung: An diesem Tag wurde der Waffenstillstand verkündet.
Ovales Porträt des russischen Zaren in Uniform mit blauer Schärpe und Orden. Nach dem Frieden von Tilsit (1807) war Russland zunächst Napoleons Verbündeter und damit Teil des politischen Rahmens, in dem der Feldzug von 1809 stattfand. Bei Wagram trat Russland nicht als direkter Gegner am Schlachtfeld auf, doch russische Truppenbewegungen in Galizien beeinflussten die strategische Lage: Österreich musste den Osten mitbedenken und Kräfte binden, was Planung und Handlungsspielraum zusätzlich einschränkte.
Diese Gruppe französischer Prunkobjekte steht im Zusammenhang mit der Schlacht bei Wagram: Eine reich dekorierte, kobaltblaue Vase mit Golddekor zeigt eine Darstellung der Schlacht. Daneben steht eine Uhr unter Glassturz, die einer mündlichen Überlieferung zufolge von einem Offizier an eine Wagramer Frau verschenkt wurde, die ihn nach dem Kampf pflegte. Ergänzt wird die Gruppe durch die Büste der Joséphine de Beauharnais aus Manufacture nationale de Sèvres-Porzellan auf kobaltblauem Sockel.
Acht französische Andenkenteller aus der Zeit um 1840. Die Teller zeigen gedruckte Szenen mit Reiter- und Soldatendarstellungen sowie Episoden aus den napoleonischen Kriegen; am Rand finden sich Motive zu Napoleons Leben – von der Geburt auf Korsika bis zur Überführung 1840 in den Invalidendom. Serienhaft im Transferdruck gefertigt, beliebt in bürgerlichen Haushalten. Solche Serien wurden als dekoratives Geschirr gesammelt, verschenkt und zu besonderen Anlässen verwendet.
Porträts und Szenen aus Napoleons engstem Umfeld: Napoleon als Konsul und Kaiser sowie als Beobachter der Schlacht bei Wagram. Dazu Abbildungen von Joséphine de Beauharnais, Marie-Louise von Österreich und Pauline Bonaparte. Im Mittelpunkt steht Napoleon II., der Sohn Napoleons und Marie-Louises: als „König von Rom“ und später als Herzog von Reichstadt – mit Kinderporträts, Familienbildern und der Wiege. Die Blätter erzählen von Dynastie, Politik und persönlichem Umfeld um 1809.
Porträts wichtiger Personen aus Napoleons Umfeld: Henri Gratien Bertrand (begleitete Napoleon nach St. Helena), Antoine de Lasalle (1809 bei Wagram gefallen), Louis-Nicolas Davout, Jacques MacDonald, Eugène de Beauharnais, Auguste de Marmont und Joachim Murat. Ergänzt durch einen kolorierten Napoleon-Stich (1814) sowie das Bild von „Jaffa“, einem von Napoleons Lieblingspferden, und weitere zeitgenössische Darstellungen, 1815 erbeutet.
Kaiser Franz I. (1768–1835) war als Franz II. der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und prägte als österreichischer Kaiser die Zeit der Napoleonischen Kriege. Zunächst war er Napoleons politischer Gegenspieler; 1810 entstand durch die Heirat seiner Tochter Marie Louise mit Napoleon eine dynastische Verbindung. Das gezeigte Porträt ist als „Bild auf einer Steinplatte“ verzeichnet – eine Technik, die Porträts als Erinnerungs- und Repräsentationsbilder verbreitete.
Im Mittelpunkt steht ein eigenhändig signierter Befehl Napoleons vom 28. März 1809 an seinen Generalstabschef Louis-Alexandre Berthier in Paris: Vorbereitungen für einen Übergang über die Donau im Krieg gegen Österreich. Ergänzt wird das Dokument durch Tabatiere, Brieföffner und Petschaft sowie zahlreiche Porträts, Büsten, Statuetten und Reiterfiguren aus unterschiedlichen Materialien. Ein Miniaturbild zeigt Napoleon am Totenbett und erinnert an den Sturz des Kaisers.
Erinnerungsstücke rund um Napoleon und sein Umfeld: Medaille des Marschalls Joachim Murat, Gedächtnisteller Waterloo 1815 und eine Totenmaske. Dazu Bonboniere, Figuren und Messingglocken sowie ein Miniaturbild (Leutnant Jacquer Fos) mit zeitgenössischem Verletzungsbericht. Ergänzend sind Säbelteile und Klingen zu sehen, darunter ein französischer „sabre briquet“ (AN IX/1801) und eine Pallaschklinge als Feldfund von 1809 (Schmiede Mosbrucker, Steiermark).
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