34: Schlachtfeldarchäologie – S8 Grabung

Für die geplante S8 ließ die ASFINAG im Jahr 2017 Rettungsgrabungen am Schlachtfeld von Wagram durchführen (zwischen Deutsch-Wagram und Parbasdorf). Funde: Skelette, Musketen-Projektile sowie Spuren von Stellungen/Unterkünften und eines österreichischen Militärlagers. Das Napoleonmuseum Deutsch-Wagram zeigt dazu eine interaktive Touchscreen-Präsentation (P&R Büro für Erlebnisentwicklung).

33C: 1809 – Deutsch-Wagram und Tirol

1809 prägten die Napoleonischen Kriege auch diese beiden Schauplätze: Im Marchfeld bei Deutsch-Wagram entschied die Schlacht bei Wagram den Feldzug gegen Österreich. In Tirol kam es gleichzeitig zum Aufstand gegen Napoleon und Bayern, getragen von Andreas Hofer und Josef Speckbacher. Vereinsfahne (Speckbacher), Hofer-Porträt, Diorama zur Schlacht am Bergisel (13. August 1809) sowie Fahnenbänder verweisen auf diese Ereignisse und ihre Wirkungsgeschichte.

33A: Wagram 1809 – Bilder und Dioramen

Zwei Bilder und zwei Dioramen zu den Kämpfen vom 5./6. Juli 1809 im Marchfeld, rund um Deutsch-Wagram. Franz Fialas Gemälde (1948) zeigt das Gefecht in der „Sachsenklemme“ mit schweren Verlusten durch Verwechslung; ein Diorama veranschaulicht die Szene (Steinhart, Kouril, Wach). Das zweite Bild erinnert an die Schlacht bei Wagram am 6. Juli 1809. Ein weiteres Diorama markiert Napoleons Hauptquartier an der heutigen Straße zwischen Deutsch-Wagram und Raasdorf.

32: IR 42 – Cumberland & Braunschweig

Uniformstücke aus dem Umfeld des Infanterieregiment Nr. 42 und der Familie Cumberland: Der Waffenrock von Georg Wilhelm Herzog von Braunschweig und Lüneburg sowie zwei Fotos, die ihn als Hauptmann im Regiment zeigen. Ein VIVAT-Band dokumentiert die Überlieferung des IR 42. Ergänzend: eine blaue, als Sonderanfertigung gefertigte und getragene Bluse aus dem Besitz von Ernst August Herzog von Cumberland.

31B: IR 42 – Dokumente und Erinnerungsstücke

Erinnerungsstücke zum Infanterieregiment Nr. 42: Foto von Generalmajor Karl Klarner, Regimentsgeschichte (1674–1918) sowie Briefe und Telegramme – darunter von Ernst August Herzog von Cumberland und Erzherzog Ferdinand (4. Juni 1903). Dazu Geschenkkassette für Oberst Klarner, Kappenabzeichen des IR 42 (1916/1917), Einladung zum Wagram-Gedenktag und ein Infanterie-Offizierssäbel M 1868 (Leihgabe).

31A: IR 42 – Schriftstücke und Fotografien

Urkunden, Listen und Fotografien zur Geschichte des k.u.k. Infanterieregiments Nr. 42 und zu seinem Umfeld. Im Mittelpunkt stehen Oberst Karl Klarner – seine Beförderung zum Generalmajor und sein Lebenslauf (1846–1910). Ergänzend zu sehen sind eine Übersicht der Regimentsinhaber, ein Blatt zu „Drei Generationen des Hauses Braunschweig–Lüneburg“ (1917), ein Porträt von Georg Wilhelm Hauptmann in Regimentsuniform sowie Unterlagen zur Einweihung des Kriegerdenkmals in der Sachsenklemme (1909).

30: IR 42 – Ernst August Herzog von Cumberland

Diese Vitrine ist dem Infanterieregiment Nr. 42 und seinem Oberstinhaber Ernst August Herzog von Cumberland gewidmet (1879–1918). Gezeigt werden sein Waffenrock und eine Feldbluse sowie ein Porträt. Ein besonderer Bezug zu Deutsch-Wagram ist der „Wagramer Grenadiermarsch“ von Karl Alexander Wilke. Ergänzt wird die Präsentation durch eine große Trommel der Regimentsmusik (Nachbau nach dem Original). Links neben der Vitrine ist zudem die Geschichte des Infanterieregiments Nr. 42 dargestellt.

29B: IR 42 – Klingende Regimentsgeschichte

Klingende Regimentsgeschichte des IR 42: Trompete der Regimentskapelle (1910), Tambourstab für einen k.u.k. Bataillonstambour (1890) sowie Darstellungen von Bandisten der ungarischen und deutschen Infanterie (um 1820). Dazu Notenheft und ein Foto der Regimentskapelle (um 1900). Ergänzend: das Buch „Vergessene Soldatengräber“, der Säbel M1765 von Friedrich Geisrock und ein Plan/Ansicht der Festung Theresienstadt (Terezín) (Bau ab 1780 unter Joseph II.).

29A: Erzherzog Carl – Marsch und Regiment

Diese Vitrine verbindet Erzherzog Carl mit der Traditionspflege des Infanterieregiments Nr. 42. Ein Notenblatt mit dem Grenadiermarsch (Trommelsignal) aus der Regimentsgeschichte erinnert an die Wagram-Tradition; Carl gestattete dem Regiment, dieses Signal bei allen Anlässen schlagen zu lassen. Ein Porträt zeigt Carl Eugen Graf von Erbach-Schönberg, Regimentsinhaber von 1793 bis 1817. Ein Plakat des Blasorchesters der Musikschule Deutsch-Wagram schlägt den Bogen in die Gegenwart. Eine weitere Abbildung vergleicht die Uniformen von 1809 und 1910.