Vertreter der Französischen Botschaft zu Gast im Napoleonmuseum
Nicht alle Tage dürfen wir Vertreter einer Botschaft in unseren Museen begrüßen. Umso größer war die Freude über den Besuch einer Delegation der Französischen Botschaft in Österreich am Donnerstag, dem 30. Juli 2026, im Napoleonmuseum Deutsch-Wagram. Museumspräsident Friedrich Quirgst hieß die Gäste sehr herzlich willkommen und brachte seine besondere Freude über diese Begegnung zum Ausdruck.
Zur Delegation gehörten Oberstleutnant Nicolas Konieczny, Leutnant Mahé Marengo, Major Michel Baldauf und Victoire Lepicard. Die Führung durch das Napoleonmuseum Deutsch-Wagram übernahm Museumsdirektor Mag. Michael Wenzel, begleitet von Mag. Franz Masching, der den Besuch auch fotografisch festhielt.
Beim Rundgang erhielten die Gäste einen umfassenden Einblick in die Schlacht bei Wagram vom 5. und 6. Juli 1809. Gemälde, Grafiken, Dokumente und zahlreiche historische Objekte veranschaulichen die Ereignisse auf dem Marchfeld. Zugleich erinnert die Ausstellung an die Schicksale der beteiligten Soldaten und an die schweren Auswirkungen der Kämpfe auf die Bevölkerung der Region.
Ein besonderer Schwerpunkt der Führung lag auf den archäologischen Grabungen im Bereich der geplanten S8-Trasse zwischen Deutsch-Wagram und Parbasdorf. Bei den Untersuchungen wurden zahlreiche Spuren der Schlacht entdeckt, darunter Überreste gefallener Soldaten, Musketenkugeln und weitere militärische Funde. Die Ergebnisse der Grabungen und ausgewählte Fundstücke werden im Museum in einer interaktiven Präsentation anschaulich vermittelt und ergänzen die historischen Überlieferungen um wichtige neue Erkenntnisse.
Vertreter der Französischen Botschaft im Napoleonmuseum. Offizielles Gruppenfoto – v.l.: Victoire Lepicard, Mag. Michael Wenzel, Direktor des Napoleonmuseums, Friedrich Quirgst, Präsident der Museumsgesellschaft Deutsch-Wagram, Oberstleutnant Nicolas Konieczny, Leutnant Mahé Marengo und Major Michel Baldauf. © Mag. Franz Masching
Die Gäste zeigten großes Interesse an der Ausstellung und an der Arbeit der Museumsgesellschaft. In der sehr freundlichen Atmosphäre wurde auch über Möglichkeiten eines künftigen Austauschs und einer möglichen Zusammenarbeit gesprochen. Weitere Gespräche könnten bei einem neuerlichen Besuch in Deutsch-Wagram fortgesetzt werden.
Nach der Führung im Napoleonmuseum setzte Friedrich Quirgst den Rundgang mit den Gästen fort. Erste Station war das Denkmal der Schlacht bei Wagram in der Sachsenklemme. Das vom Bildhauer Franz Seifert geschaffene und am 4. Juli 1909 feierlich enthüllte Monument erinnert an die Gefallenen der Schlacht – unabhängig von ihrem Rang und ihrer Nationalität. Danach besichtigte die Gruppe den Hauptgedenkstein der Schlachtfeldsignierung vor der Pfarrkirche.
Weitere Fotos vom Besuch der Vertreter der Französischen Botschaft in Deutsch-Wagram: © Mag. Franz Masching
Von dort führte der Weg weiter zur Monumentalkapelle im Dr.-Sahulka-Park. Sie wurde 1859 von Hugo Freiherr von Tkalcsevich gestiftet und gilt als die erste Erinnerungsstätte an die Schlacht bei Wagram in Deutsch-Wagram. Die Kapelle mit ihrer Gruft ist seit mehr als eineinhalb Jahrhunderten ein bedeutender Ort des Gedenkens an die Gefallenen des Jahres 1809.
Danach setzte die Delegation ihre Besichtigung des historischen Schlachtfeldes fort. Weitere Stationen waren das Denkmal zur Erinnerung an den 5. und 6. Juli 1809 in Aderklaa, der Gedenkstein am Standort des damaligen Hauptquartiers Napoleons an der Straße zwischen Deutsch-Wagram und Raasdorf und schließlich die Ruine in Markgrafneusiedl.
Wir bedanken uns bei den Vertretern der Französischen Botschaft für diesen besonderen und überaus freundlichen Besuch, das große Interesse und die anregenden Gespräche. Wir freuen uns auf einen weiteren Austausch und ein baldiges Wiedersehen in Deutsch-Wagram.
Die Museumsgesellschaft Deutsch-Wagram.
Autor: Christian Matula
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