Geschichtsspaziergang mit Fritz Quirgst und der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal
Am 9. Juli nahmen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Wasserwirtschaft an einem Geschichtsspaziergang durch Deutsch-Wagram teil: DI Franz Steiner, Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal, DI Harald Weyermayr, Prokurist, DI Edith Novak, Leiterin des Technischen Büros, Irmgard Ausserleitner vom Technischen Büro, Brigitte Redl, ehemalige Prokuristin, sowie Roman Rebler, Geschäftsführer des Dachverbandes der Wasserverbände.
Die Führung startete auf dem Gelände der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal, wo Museumspräsident Fritz Quirgst auf die frühere Verwendung des Areals hinwies. Die Wiese, auf der sich heute die Betriebsgesellschaft befindet, wurde früher als „Kuhstand“ bezeichnet. Bis in die 1960er-Jahre wurde hier das Jungvieh zusammengetrieben und gehütet.
Anschließend ging es die Franz-Mair-Straße entlang bis zum Haus Nr. 21, dem sogenannten Baronhaus. Seinen Namen trägt es nach Baron Hugo von Tkalcsevich, der hier wohnte und die Monumentalkapelle im Dr.-Sahulka-Park errichten ließ.
In der Rohrergasse machte die Gruppe bei der Elektrobäckerei Prochaska Halt. Deren Vorbesitzer, die Bäckerei Hager, hatte während der Schlacht bei Wagram Erzherzog Carl mit feinstem Gebäck versorgt.
Im weiteren Verlauf ging Fritz Quirgst auf die Entstehung des Ortes als Gründung der Babenberger, die erste urkundliche Erwähnung in einem Urbar Ottokars von Böhmen im Jahr 1258 sowie auf die Grundherrschaften ein, zu denen Wagram gehörte. Dabei erläuterte er auch, wie das damalige System der Grundherrschaften aufgebaut war.
Weitere Themen waren die Verlegung des Rußbaches hinter den Ort im Jahr 1772, die Schlacht bei Wagram 1809 und die erste Dampfeisenbahn Österreichs, die 1837 von Floridsdorf nach Wagram fuhr, ebenso wie viele weitere wichtige Ereignisse der Ortsgeschichte.
Nach Erläuterungen zum Kirchenbau, zur Kirchengeschichte und zum Kirchenfriedhof, zum Schulwesen in Deutsch-Wagram, zur Markterhebung im Jahr 1929 als Folge des rasanten Wachstums der Gemeinde sowie zum Kino und zum Marktplatz endete der Rundgang bei der Monumentalkapelle im Dr.-Sahulka-Park.
Das Areal diente von 1852 bis 1903 als Ortsfriedhof von Deutsch-Wagram und befindet sich bis heute im Besitz der Kirche.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich vom Rundgang und dem Ausflug in die Geschichte sehr begeistert. Zum Abschluss setzte man sich noch zu einer gemütlichen Nachbesprechung zusammen.
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