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Maximilian von Wimpffen in Dokumenten

Porträt und Schriftstücke zu Maximilian Freiherr von Wimpffen: 1809 Chef des Generalstabes und Stellvertreter Erzherzog Carls bei Wagram. Am 6. Juli führte er die Schlacht stundenweise, als der Generalissimus ausfiel. Für Aspern erhielt er das Kommandeurkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens. Reisepass, Waffenstillstand von Znaim (Znojmo), Stabsbefehl sowie Entlassungs- und Friedensdokumente (1805–1812) zeigen Krieg als Verwaltung auf Papier.
Foto: © Museumsgesellschaft Deutsch-Wagram
Exponate in diesem Bereich:
Die Erläuterungen zu den jeweiligen Nummern finden Sie direkt nachstehend.
199.
Maximilian Freiherr von Wimpffen (1770–1854).
Er wurde 1809 Chef des Generalquartiermeisterstabes und war in der Schlacht bei Wagram Generalstabschef und daher Stellvertreter von Erzherzog Carl. Nach der Schlacht bei Aspern wurde ihm das Kommandeurkreuz des Maria-Theresien-Ordens verliehen. Wimpffen diktierte um 23.30 Uhr hier in diesem Haus die Angriffsdisposition für den 6. Juli. Er schätzte die Erfolge am 5. Juli als zu groß ein und ließ die ins Marchfeld vorgedrungene, numerisch deutlich überlegene französische Armee auf allen Flügeln angreifen. Carls Befehl für eine Defensivschlacht in der Russbachstellung hatte Wimpffen am Nachmittag des 5. Juli nicht verteilt, da er – wie bei Aspern – lieber in die Offensive ging.
Er wurde 1809 Chef des Generalquartiermeisterstabes und war in der Schlacht bei Wagram Generalstabschef und daher Stellvertreter von Erzherzog Carl. Nach der Schlacht bei Aspern wurde ihm das Kommandeurkreuz des Maria-Theresien-Ordens verliehen. Wimpffen diktierte um 23.30 Uhr hier in diesem Haus die Angriffsdisposition für den 6. Juli. Er schätzte die Erfolge am 5. Juli als zu groß ein und ließ die ins Marchfeld vorgedrungene, numerisch deutlich überlegene französische Armee auf allen Flügeln angreifen. Carls Befehl für eine Defensivschlacht in der Russbachstellung hatte Wimpffen am Nachmittag des 5. Juli nicht verteilt, da er – wie bei Aspern – lieber in die Offensive ging.
200.
Reisepass zur Zeit des franz. Kaiserreiches.
Solche Dokumente waren ursprünglich als Schutzpapier für Reisende gedacht. Das originale, ausgefüllte Schriftstück sollte im Namen Napoleons dem Besitzer jegliche Unterstützung auf der Dienstreise sichern.
Solche Dokumente waren ursprünglich als Schutzpapier für Reisende gedacht. Das originale, ausgefüllte Schriftstück sollte im Namen Napoleons dem Besitzer jegliche Unterstützung auf der Dienstreise sichern.
202.
Waffenstillstand von Znaim am 12. Juli 1809
203.
Maximilian Freiherr von Wimpffen – Porträt
204.
Entlassungsdokument eines österr. Soldaten, Johann Müllecker, vom 13. Oktober 1805
205.
Stabsbefehl vom 17. November 1809 anlässlich des franz. Truppenabzugs und des Einmarschs der Österreicher, unterzeichnet von Stephan Edler von Wohlleben, k. k. Rat, Bürgermeister und Oberst der Bürgermiliz.
206.
Ratifikationsaustausch zum Frieden von Wien, Schönbrunn 20.10.1809
207.
Entlassungsdokument eines Niederösterreichers Josef Vögel, 1812. Nach beendeter Dienstzeit erhielten die Soldaten ein „Abschiedsdokument“, das auch als „Reisepass“ bzw. Passierschein fungierte. Da Soldaten nach rund 10-jähriger Dienstzeit abrüsteten, kehrten sie in alten Uniformteilen, meist Hose und Mantel, nach Hause zurück. Um am Weg nicht als Deserteur aufgegriffen zu werden, hatte das Dokument auch die Funktion eines Passierscheines und Reisedokuments.
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Relation der Schlacht von Wagram. Eine Relation war ein offizieller Bericht über eine Schlacht. Dieser wurde in diesem Fall von Carls Generaladjutanten Grünne verfasst. Da Carl und Grünne nach dem Friedensschluss entlassen wurden, bot sich Grünne die letzte Chance, sich an der „Kriegspartei“ zu rächen, und so wurde Erzherzog Johann als Sündenbock präsentiert, obwohl aufgrund der Schwäche seines Corps sein verspätetes Eintreffen nicht schlachtentscheidend war.




