Berthier und Wimpffen bei Znaim 1809

Gemälde von Clara von Wimpffen – Schenkung der Familie von Wimpffen an das Napoleonmuseum Deutsch-Wagram. Dargestellt ist das Treffen der beiden Generalstabschefs Louis-Alexandre Berthier und Freiherr von Wimpffen bei Znaim am 11. Juli 1809, wenige Tage nach der Schlacht bei Wagram.
Das Bild verbindet französische und österreichische Perspektiven und erinnert an den Übergang vom Schlachtfeld zur Verhandlung: An diesem Tag wurde der Waffenstillstand verkündet.
Detailbeschreibung:
Gemälde „Berthier und Wimpffen bei Znaim 1809“ von Clara von Wimpffen ist eine Schenkung der Familie von Wimpffen an das Napoleonmuseum. Dieses Bild ist in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes:
- es stammt von der bekannten Malerin Clara von Wimpffen, deren Familie Both von Botfalva zum alten ungarischen Adel gehörte.
- Neben der schillernden Persönlichkeit der Malerin ist das Gemälde von besonderer Bedeutung: Es zeigt das Treffen der beiden Generalstabschefs Wimpffen und Berthier bei Znaim.
Warum ist dieses Gemälde für Deutsch-Wagram relevant?
- Erstens erlangte Österreich durch die Schlachten von Aspern und Wagram wieder Respekt bei Napoleon, der dieses Treffen erst ermöglichte und
- zweitens verbindet das Bild die beiden Schwerpunkte – Napoleon und die französische Armee sowie Erzherzog Carl und die österreichische.
- Drittens erfolgte kurz nach diesem Treffen, am Nachmittag des 11. Juli 1809, die Verkündung des Waffenstillstandes. Damit endete dieser Konflikt auf dem Schlachtfeld, aber erst der Frieden von Schönbrunn, fast ein halbes Jahr später, sollte unserem Land wieder Frieden bringen.
Warum ist der Waffenstillstand bei Znaim historisch bedeutend?
Nach der verlorenen Schlacht bei Wagram erhielt Carl den ausdrücklichen Befehl seines Bruders Franz, dass Waffenstillstands- oder Friedensverhandlungen ausdrücklich ihm vorbehalten sind. Da jedoch bei Znaim die Franzosen über die Thaya gelangt waren, war die Armee, bzw. zumindest der Tross, der Rückweg abgeschnitten. Daher schickte Carl, seinen Generalstabschef Wimpffen zu Napoleon, der seinerseits Berthier sandte. Der vom Kaiser geschickte Friedensunterhändler Liechtenstein suchte Napoleon in Wien vergebens. Auch wenn die Bedingungen für den Waffenstillstand und dann für den Frieden von Schönbrunn hart waren und die Monarchie große Gebietsverluste hinnehmen musste, urde die Monarchie gerettet.




