Auftakt in das Museumsjahr 2026: Ehrendekret für Dr. Ilya Berkovich
Im Rahmen einer Festsitzung im Marchfelderhof, die den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Museumsgesellschaft Deutsch-Wagram gewidmet war, überreichte Präsident Friedrich Quirgst ein Ehrendekret an Dr. Ilya Berkovich. Das Treffen diente zugleich als Auftakt in das Museumsjahr 2026 und bot Gelegenheit, sowohl auf die Entwicklung der Museumsarbeit zurückzublicken als auch konkrete Vorhaben für die kommenden Monate zu skizzieren.
Dr. Berkovich ist Historiker und war am Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraums der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen unter anderem die Militärgeschichte sowie die Geschichte und Archäologie des Mittelalters. Mit dem Ehrendekret würdigte die Museumsgesellschaft seine wiederholte fachliche Unterstützung und seine Mitwirkung bei Projekten und Veranstaltungen der vergangenen Jahre – insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Direktor des Napoleonmuseums, Mag. Michael Wenzel. Die Zusammenarbeit stand dabei beispielhaft für die Verbindung von lokaler Museumsarbeit mit wissenschaftlicher Expertise.
Als zentrales Beispiel wurde der internationale historische Kongress 2024 hervorgehoben, der im Rahmen der Wagramer Historientage in Deutsch-Wagram veranstaltet wurde. Durch die fachliche Unterstützung von Dr. Berkovich konnten historische Themen fundiert und zugleich anschaulich präsentiert werden. Zugleich wurde betont, dass man die Kooperation mit Dr. Berkovich auch künftig fortsetzen möchte.
In seiner Rede ging Präsident Friedrich Quirgst darüber hinaus auf die insgesamt sehr positive Entwicklung der Museumsgesellschaft ein. Er bedankte sich ausdrücklich bei den ehrenamtlich Engagierten, beim Vorstand und bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die durch regelmäßige Mitarbeit, Organisation, Betreuung von Besuchsbetrieb und Veranstaltungen die Weiterentwicklung der Museumsstandorte ermöglichen. Quirgst hob außerdem die Leistungen der Direktoren der drei Museen hervor und nannte als sichtbares Beispiel für den Fortschritt die Neugestaltung des Stadtmuseums Deutsch-Wagram durch Direktor Manfred Groß, die in den vergangenen Monaten umgesetzt wurde.
Würdigung des Ehrenamts und Weiterentwicklung der Museen
Ein besonders eindrucksvoller Moment des Abends waren die Wortmeldungen von Ehrendirektor Rupert Derbic und Ehrenpräsident Viktor Jirku. Beide würdigten das große ehrenamtliche Engagement und hoben hervor, wie wichtig die verstärkte Nutzung medialer Berichterstattung für Sichtbarkeit und Wirkung der Museumsarbeit geworden ist. Gleichzeitig begrüßten sie die in den vergangenen Jahren erkennbare Neuausrichtung der Museumsgesellschaft Deutsch-Wagram und sprachen den Verantwortlichen ihre Anerkennung für die konsequente Weiterentwicklung aus.
Unter den Gästen befand sich zudem der international anerkannte Modellbauer Mag. Pawel Zatonsky, dessen Arbeiten im Napoleonmuseum seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur anschaulichen Vermittlung leisten. Für die nächsten Monate wurde die Umgestaltung und Neupräsentation des Bereichs „Des Kaisers Artillerie und Fuhrwesen“ angekündigt, der auf Zatonskys Modellen basiert.
Ein Abend im Marchfelderhof: Begegnungen und Kulinarik in vier Akten
Den Abschluss bildete ein rundum gelungener Abend, geprägt von persönlichem Austausch, vielen Gesprächen und einem spürbaren Gemeinschaftsgefühl zum Auftakt des Museumsjahres 2026. Abgerundet wurde die Festsitzung durch ein ausgezeichnetes Essen in vier Akten im traditionsreichen Marchfelderhof, das dem Treffen einen ebenso festlichen wie herzlichen Rahmen gab.
Die Museumsgesellschaft Deutsch-Wagram.
Autor*innen: Mag. Helga Szivatz, Christian Matula


















